Neuer Kreativwirtschaftsbarometer belegt massive wirtschaftliche Auswirkungen auf die Kreativwirtschaft durch Corona

90% Nachfragerückgang von einzelnen Sektoren schon im ersten Lockdown prognostiziert

Der Kreativwirtschaftsbarometer Herbst 2020 der KAT zeigt die massiven Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf: Schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr erwarteten einzelne Sektoren der Kreativwirtschaft einen Nachfragerückgang von über 90%. Nicht ahnend und somit einkalkulierend, dass der Herbst nun eine erneute Schließung von Kultur- und Tourismusbetrieben sowie Veranstaltungsverbote mit sich bringt.

Diese neuerlichen Restriktionen treffen Kreativschaffende sowohl direkt als auch indirekt: Vor allem Absagen von Live-Veranstaltungen führen zu einem signifikanten Nachfragerückgang. Geschäftsschließungen haben unter anderem die produktorientierte Kreativwirtschaft – Gestalter, Designerinnen und Content-Lieferanten – getroffen. Wenn Tourismus, Handel und KMUs weiterhin Liquidität einbüßen, verlieren unter anderem Kreative aus Kommunikation und dem Dienstleistungssektor ihre Kundinnen und Kunden.
Im Kreativwirtschaftsbarometer – eine Sonderauswertung des Wirtschaftsbarometers der WKÖ – findest du eine Erhebung der Entwicklung von Aufträgen, Umsätzen, Beschäftigungszahlen und Investitionen der österreichischen Kreativwirtschaft (auch nach Sektoren unterteilt).

„Es gilt, die Wirtschaftsleistung der Kreativen und damit 11 % der österreichischen Wirtschaft mit 157.000 Beschäftigten zu erhalten. Der vom BMDW aufgespannte Innovationsschutzschirm für die Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Schritt. Eine Maßnahme kann zudem ein Game-Change für Kreativschaffende sein: Transformationsschecks für alle KMUs, um sich mit Hilfe der Kreativwirtschaft nach Corona zukunftsfit aufzustellen. Hier wäre es wichtig, Investitionsanreize zu setzen“, so Gerin Trautenberger, Vorsitzender der KAT.

 

Hier geht’s zur Vollversion des Kreativwirtschaftsbarometers Herbst 2020.