
Wie Creative Industries neue Ideen, bessere Lösungen und Wettbewerbsvorteile schaffenKreative machen Unternehmen besser
Sie gestalten nicht nur, was Unternehmen bereits entwickelt haben. Sie bringen neue Perspektiven und Kompetenzen ein, entwickeln gemeinsam mit Unternehmen neue Lösungen, erhöhen den Nutzen von Produkten und Dienstleistungen und machen Innovationen sichtbar und verständlich.
Wer Kreative früh einbindet, nutzt ihre größte Stärke: aus Ideen wirtschaftlichen Mehrwert zu machen.Der Kreativwirtschaftseffekt im Unternehmen
Creative Industries bringen neue Perspektiven ein
- kreative Ideen
- Nutzer:innenverständnis
- Gestaltung und Kommunikation
- spezialisiertes Know-how
- Kompetenznetzwerke
Gemeinsam mit Unternehmen entstehen neue Ideen
- bessere Produkte und Dienstleistungen
- mehr Kund:innennutzen
- verständliche Innovationen
- stärkere Differenzierung
Das Ergebnis
Mehr Innovation. Mehr Marktwirkung. Mehr Wettbewerbsfähigkeit.
Der größte Mehrwert entsteht, wenn Kreative nicht erst am Ende eines Projekts dazukommen.Kreative früh ins Boot holen
Kreative Kompetenz kann weit mehr leisten als die Umsetzung einer bereits fertigen Idee. Wer Creative Industries frühzeitig einbindet, macht ihre Perspektive bereits bei der Entwicklung der Lösung nutzbar.

Die Wirkung
Creative Industries werden von ausführenden Dienstleister:innen zu Entwicklungs- und Innovationspartner:innen.
Creative Industries arbeiten mitten in der Wertschöpfung der Wirtschaft.61 % des Umsatzes entstehen mit Unternehmen
Unternehmen sind die wichtigsten Auftraggeber:innen der Creative Industries: 61 % ihrer Umsätze erzielen Kreativunternehmen mit Unternehmenskund:innen.
Kreative Leistungen fließen dabei in unterschiedlichste Branchen ein. Besonders hoch ist ihr Anteil an den bezogenen Vorleistungen etwa in Unterhaltung, Kultur und Sport mit 21,9 %, im Unterrichtswesen mit 14,9 % und in der Bekleidungsindustrie mit 13,9 %. Aber auch Handel, Banken, Automobilindustrie, Chemie und Pharma, Versicherungen, Tourismus, Gesundheit und Maschinenbau nutzen kreative Leistungen.
Die Wirkung
Creative Industries sind Teil der Wertschöpfung anderer Branchen. Ihre Kompetenzen fließen in Produkte, Dienstleistungen sowie Marktauftritte ein und schaffen dort zusätzlichen Wert.
Die Wirkung
Die Creative Industries erweitern den Lösungsraum eines Unternehmens. Aus dieser Verbindung entstehen Lösungen, die keine Seite allein in derselben Form entwickelt hätte.

Der Blick von außen eröffnet neue Möglichkeiten.Creative Industries bringen neue Ideen ins Unternehmen
Eine besondere Stärke der Creative Industries ist ihre professionelle Kreativität. Sie setzen nicht nur Vorgaben um, sondern entwickeln eigene Ideen und Lösungsansätze. Gleichzeitig zeigt die Erfolgsanalyse: Besonders wirksam ist die Zusammenarbeit, wenn Kreative Ideen ihrer Kund:innen aufgreifen und direkt mit ihnen an Projekten arbeiten, ohne dabei ihre eigene kreative Leistung aufzugeben.
Damit treffen zwei Wissenswelten aufeinander:
Das Unternehmen bringt ein:
Branchenwissen + Technologie + Produktwissen + Marktkenntnis
Creative Industries bringen ein:
Eigenkreativität + neue Perspektiven + Gestaltung + Kommunikation + spezialisiertes Know-how
Gute kreative Lösungen beginnen mit dem Verständnis des Unternehmens.95 % setzen auf Vertrauen – 92 % auf Flexibilität
Kreative Zusammenarbeit braucht Nähe zum Unternehmen. Für 95 % der Creative-Industries-Unternehmen ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Auftraggeber:in und Auftragnehmer:in ein wesentlicher Erfolgsfaktor. 92 % nennen die Flexibilität im Umgang mit Kund:innenwünschen. Um eine gute Lösung zu entwickeln, müssen Kreative verstehen, was ein Unternehmen ausmacht, welche Herausforderung es lösen will und was seine Kund:innen brauchen.
Die Wirkung
Aus Unternehmenswissen und kreativer Kompetenz entstehen maßgeschneiderte statt standardisierte Lösungen – entwickelt für eine konkrete Herausforderung, konkrete Nutzer:innen und einen konkreten Markt.
Kreative Kompetenz schafft Kund:innennutzen und Wettbewerbsvorteile.Creative Industries machen Produkte besser
Wie unmittelbar kreative Kompetenz auf ein Produkt wirken kann, zeigt die Zusammenarbeit des Technologieunternehmens Fronius mit dem Designbüro formquadrat.
Die Designer wurden frühzeitig in die Entwicklung des Schweißsystems TransSteel eingebunden. Design, Produktentwicklung, Marketing und Geschäftsleitung entwickelten das Produkt gemeinsam. Gestaltung wurde damit nicht erst am Ende auf ein fertiges Produkt aufgesetzt, sondern Teil des Entwicklungsprozesses. Das Ergebnis: Fronius bezeichnete das neue Design als eindeutigen Wettbewerbsvorteil und sah darin einen zusätzlichen Kund:innenmehrwert.
Die Wirkung
Creative Industries verbinden Funktion, Nutzung, Gestaltung und Marke. Dadurch können Produkte nicht nur attraktiver, sondern nützlicher, unterscheidbarer und wettbewerbsfähiger werden.
Eine gute Innovation muss verstanden werden, um ihre Wirkung zu entfalten.Creative Industries machen Innovation marktwirksam
Beim Biotechnologieunternehmen Intercell bestand die Herausforderung nicht darin, innovativ zu sein. Seine wissenschaftlichen Inhalte und Technologien waren hochkomplex, aber für Außenstehende schwer verständlich. alessandridesign entwickelte eine visuelle Sprache, die komplexe Forschung verständlich machte und Intercell gleichzeitig deutlich von anderen Biotechnologieunternehmen unterschied. Die Wirkung ging weit über Gestaltung hinaus: Die öffentliche Wahrnehmung wurde deutlich verstärkt. Das Design unterstützte die Ansprache neuer Investor:innen und Kooperationspartner:innen. Eine von alessandridesign entwickelte Kampagne begleitete den erfolgreichen Börsengang. Und auch innerhalb des Unternehmens erhöhte sich die Identifikation der Mitarbeiter:innen mit dem Unternehmen und seinen Zielen.
Die Wirkung
Creative Industries übersetzen komplexe Technologien, Produkte und Leistungen in verständliche Botschaften und Erlebnisse.
Innovation → Verständnis → Wahrnehmung → Marktwirkung
Sie helfen Unternehmen damit, den Wert ihrer Innovation sichtbar und wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Creative Industries bringen durch Kooperationen zusätzliche Kompetenzen ins Unternehmen.76 % arbeiten in Kooperationsnetzwerken
Viele Creative-Industries-Unternehmen sind klein und hoch spezialisiert. Ihre Stärke liegt darin, für unterschiedliche Herausforderungen die passenden Kompetenzen zusammenzubringen. 76 % arbeiten mit Geschäftspartner:innen: 45 % überwiegend projektbezogen und 31 % überwiegend in dauerhaften Kooperationen. Nur 24 % arbeiten ohne solche Geschäftspartnerschaften. Je nach Aufgabe können dadurch Kompetenzen aus Design, Technologie, Kommunikation, Content und anderen Spezialgebieten miteinander verbunden werden.
Die Wirkung
Auftraggeber:innen erhalten über ein Kreativunternehmen Zugang zu einem flexiblen Kompetenznetzwerk. Durch Kooperationen können auch kleine Kreativunternehmen große und komplexe Aufgaben lösen und müssen nicht jedes benötigte Know-how selbst im Unternehmen aufbauen.
Anders und besser schlägt einfach nur billiger.Creative Industries schaffen Differenzierung statt Preiskampf
Creative Industries setzen selbst auf eine Wettbewerbsstrategie, die stark von Innovation und Kund:innenorientierung geprägt ist. Bei zunehmendem Wettbewerbsdruck reagieren 74 % mit einer stärkeren Bindung ihrer Kund:innen durch spezifischere Lösungen und 49 % mit zusätzlichen Innovationsanstrengungen. Preissenkungen spielen eine deutlich geringere Rolle.
Genau diese Kompetenz bringen Creative Industries auch in die Unternehmen ihrer Auftraggeber:innen ein.
Die Wirkung
Sie helfen Unternehmen, sich über Innovation, Qualität, Kund:innennutzen, Gestaltung und Marke vom Wettbewerb abzuheben – statt ausschließlich über den Preis zu konkurrieren.
Der Schwerpunkt „Die Wertschöpfungssysteme der Kreativen“ des Vierten Österreichischen Kreativwirtschaftsberichts untersucht die Kund:innenbeziehungen, Geschäftspartnerschaften und Wertschöpfungsnetzwerke der österreichischen Kreativwirtschaft und zeigt anhand empirischer Daten und konkreter Fallstudien, wie kreative Unternehmen mit ihren Auftraggeber:innen und Partner:innen zusammenarbeiten. Die empirische Grundlage bildet ua. eine Befragung österreichischer Kreativunternehmen durch das ZEW im Jahr 2010.