Eine rote Linie macht eine sanfte Kurve, bildet eine kleine Spitze und macht dann eine Schleife, bevor sie gerade über einen hellgrauen Hintergrund verläuft.
Ein Mann mit Brille, Bart und beiger Mütze lächelt in die Kamera. Er trägt ein helles T-Shirt mit einer kleinen Grafik und der Aufschrift "KMU-Budget" auf der linken oberen Seite. Der Hintergrund ist dunkel und schlicht und unterstreicht den Stil der Hollywood-Qualität.
© soda zitron media

Hollywood-Qualität zum KMU-Budget

Wie Edelbrand Hofbauer mit KI-gestützter Kreativexpertise einen Werbefilm realisierte, der früher unbezahlbar gewesen wäre.

Was früher sechsstellige Budgets, große Teams und internationale Produktionen erforderte, wird heute für kleinere Unternehmen realistisch. Dank erfahrener Kreativer, die KI gezielt einsetzen, entstehen Werbefilme in Hollywood-Qualität zu einem Bruchteil der Kosten. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen Edelbrand Hofbauer und Soda Zitron Media in Wien.

Wenn Aufmerksamkeit zur größten Währung wird

Viele kleine und mittlere Unternehmen stehen vor derselben Herausforderung: Sie müssen sichtbar sein, auffallen und emotional überzeugen, bewegen sich aber in einem Markt, in dem große Marken mit nahezu unbegrenzten Budgets dominieren. Klassische Werbeformen verlieren an Wirkung, während sich Aufmerksamkeit immer stärker in den digitalen Raum verlagert. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Qualität, Look und Storytelling.

Die gute Nachricht: Das Spielfeld hat sich verändert. Neue Technologien, insbesondere generative KI, ermöglichen heute Produktionsweisen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Entscheidend ist dabei jedoch nicht das Tool selbst, sondern die Menschen, die es bedienen.

Von Hollywood nach Wien und zu neuen Möglichkeiten für Unternehmen

Irdin „Nino“ Begic weiß, wovon er spricht. Er hat mehr als zwölf Jahre an internationalen Filmproduktionen gearbeitet, unter anderem in Hollywood, und kam für Mission: Impossible nach Wien. Was als Projekt begann, wurde zur langfristigen Entscheidung: Nino blieb in Wien und gründete mit Stefan Fraberger und Matthias Linsbauer die Agentur Soda Zitron Media.

„Mit GenAI haben wir dann die Möglichkeit gesehen, unsere ursprünglich erlernte Expertise und unsere Leidenschaft für alle leistbar zu machen“, sagt Nino.

Gemeinsam mit Soda Zitron Media verfolgt er einen klaren Anspruch: High-End-Filmästhetik nicht länger nur großen Marken vorzubehalten. Die Zusammenarbeit mit Edelbrand Hofbauer entstand genau aus diesem Gedanken heraus. Ziel war es, zu zeigen, dass auch ein einzelner Schnapsbrenner aus Niederösterreich medial mit deutlich größerer Konkurrenz mithalten kann, wenn die Idee, das Know-how und die Technologie zusammenspielen.

Ein Horrorfilm für Halloween mit klarer unternehmerischer Zielsetzung

Das Briefing war bewusst einfach gehalten. Der Geschäftsführer von Edelbrand Hofbauer ist Fan von Horrorfilmen der 90er-Jahre. Drei Edelbrände, sogenannte „Geister“ aus Grapefruit, Mohn und Himbeere, sollten rund um Halloween genau in diesem Stil inszeniert werden.

Das Ergebnis war ein Horror-Spec-Ad, dessen Production Value von einer großen deutschen Agentur auf 100.000 bis 150.000 Euro geschätzt wurde. Tatsächlich wurde der Spot jedoch in einem Bruchteil der Zeit und zu einem Bruchteil der Kosten realisiert.

„Wir wollten ein Exempel statuieren, dass man keinen Kredit aufnehmen muss, um einen hochqualitativen Werbefilm zu produzieren.“

Nino Begic
Drei Personen sitzen um einen Holztisch in einem schwach beleuchteten Raum und stoßen mit Gläsern an. Die Szene fängt das Ambiente von Hollywood-Qualität mit nur einem KMU-Budget ein, denn Kerzenlicht und eine Flasche schaffen eine warme, intime Atmosphäre.
© soda zitron media

Der größte Hebel: Produktion neu denken

Die entscheidende Kostenersparnis lag nicht in kleinen Optimierungen, sondern in einem radikal anderen Produktionsansatz. Es gab keine klassische Location, keine Schauspieler:innen, kein Set, keine Kamerateams, keine Reisen, kein Catering. Gleichzeitig war klar, dass der Film nicht nach „KI“ aussehen sollte.

„Wir haben bewusst die Herausforderung gesucht, den gängigen AI-Slop-Stolperfallen entgegenzuwirken.“

Nino Begic

Dazu zählen etwa mangelnde Charakterkonsistenz, uneinheitliches Color Grading oder physikalisch unlogische Bilder. Hier zeigt sich der eigentliche Mehrwert erfahrener Kreativer: KI ersetzt kein filmisches Grundverständnis. Sie verstärkt es, wenn es vorhanden ist.

KI als Werkzeug, nicht als Abkürzung

Bei Soda Zitron Media beginnt die Arbeit nicht mit dem Generieren von Bildern, sondern mit Pre-Production: Story, Dramaturgie, Look-Entwicklung und visuelle Logik werden vorab präzise definiert.

„AI-Slop fällt meist dann auf, wenn auf grundlegende Film-Basics vergessen wird“, sagt Nino. „Achsensprünge, inkonsistentes Color Grading oder fehlendes Filmkorn sind keine KI-Probleme, sondern Handwerksfehler.“ KI unterstützt im Prozess, ersetzt ihn aber nicht. Entscheidungen über Bildsprache, Rhythmus, Spannung und Erzählung bleiben klar menschlich. Oder wie Nino es formuliert: „KI verändert Berufsbilder, ersetzt sie aber nicht unbedingt.“

Reichweite entsteht dort, wo Zielgruppen wirklich sind

Der Spot erzielte zahlreiche Views und Klicks. Ein weiterer Beweis dafür, dass hochwertige Bewegtbilder heute auch mit kleineren Budgets Wirkung entfalten können. Entscheidend war dabei nicht nur der Look, sondern das Verständnis für Distributionskanäle.

„Sales passieren heute stark über Social Media“, so Nino. Plattformen wie TikTok haben sich zu zentralen Marktplätzen entwickelt. Klassische Werbeflächen verlieren an Aufmerksamkeit, während das Smartphone zur permanenten Projektionsfläche geworden ist. Das eröffnet gerade für kleinere Unternehmen neue Chancen:

„Mit einer wirklich guten Idee kann man sich auch gegen große Konkurrenz mit nahezu unbegrenztem Budget durchsetzen.“

Nino Begic

Kontrolle statt Abhängigkeit

Ein weiterer Erfolgsfaktor des Projekts war die technische Infrastruktur von Soda Zitron Media. Produziert wird lokal, auf eigener Hardware, ohne Abo- oder Credit-Systeme.

Das schafft Transparenz und Planungssicherheit. Kosten bleiben nachvollziehbar, Feedbackschleifen führen nicht zu unkalkulierbaren Mehrkosten, und kreative Experimente sind möglich, ohne frühzeitig an einen „Point of No Return“ zu gelangen.

„Es gibt keinen Moment mehr, an dem man sagt: Jetzt ist schon zu viel Geld investiert, jetzt ziehen wir das halt durch“, sagt Nino. Genau dort entstehen sonst oft Projekte, bei denen am Ende niemand wirklich zufrieden ist.

Was Unternehmen daraus lernen können

Die Zusammenarbeit zwischen Edelbrand Hofbauer und Soda Zitron Media zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Kombination aus kreativer Expertise und KI-gestützter Produktion steckt:

  • Hochwertige Werbefilme sind nicht mehr nur Großunternehmen vorbehalten
  • Erfahrung und Handwerk bleiben der entscheidende Qualitätsfaktor
  • KI senkt Kosten, erhöht Geschwindigkeit und erweitert kreative Spielräume
  • Kleinere Unternehmen können sichtbar, mutig und konkurrenzfähig auftreten

Oder vereinfacht gesagt: Nicht KI macht den Unterschied, sondern Kreative, die wissen, wie man sie sinnvoll einsetzt.

Drei Männer stehen zusammen vor einem dunklen Hintergrund und lächeln im Stil der Hollywood-Qualität auf einem KMU-Budget. Der Mann in der Mitte hat eine Glatze, trägt eine Brille und ein schwarzes T-Shirt; die anderen tragen Bärte, Brillen, helle T-Shirts und Mützen.
© soda zitron media

Fazit

Für Unternehmen, die heute kommunizieren wollen, geht es nicht mehr um die Frage, ob sie neue Technologien nutzen, sondern wie. Wer auf erfahrene Kreative setzt, die KI als Werkzeug verstehen und Kontrolle über den gesamten Prozess behalten, kann mit überschaubarem Budget außergewöhnliche Wirkung erzielen.

Edelbrand Hofbauer hat es vorgemacht und gezeigt, dass Hollywood-Qualität längst keine Frage der Unternehmensgröße mehr ist.

Edelbrand Hofbauers Werbefilm:

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